04.07.2017

Namensschild trotz Gefährdung?

HMB: Soziale Medien sind gefährlicher für unsere Soldaten

Im Parlament wurde eine Anfrage an den HBM Mag. DOSKOZIL bzgl. Namensschilder gerichtet. Der Sinn war, auf die Gefährdung der Soldaten durch das Tragen von Namensschildern hinzuweisen.
"Witzigerweise" wird z.B. bei der Wache durch den Wachsoldaten kein Namensschild getragen, jedoch der OvT muss es haben. Diese Unterscheidung der möglichen Gefährdung, kann sich nur jemand ausgedacht haben, der noch nie Journaldienst gemacht hat.

Die Beantwortung im Auszug:
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Namensschilder und Abzeichen dienen der Kenntlichmachung von Soldatinnen und Soldaten und erleichtern den dienstlichen Verkehr untereinander. Das Tragen von Namensschildern und Abzeichen stellt in der Regel im Dienst kein Sicherheitsrisiko dar. In bestimmten Einsätzen bzw. Verwendungen, etwa im derzeitigen sicherheitspolizeilichen
Assistenzeinsatz zur Bewachung von ausländischen Vertretungen, werden keine Namensschilder getragen.
Ungeachtet dessen kann jede Veröffentlichung von personenbezogenen Daten zur Gefährdung der persönlichen Sicherheit beitragen. Neben der Möglichkeit des Erfassens von Nachnamen in Kombination mit dem dazugehörigen Gesicht stellt in diesem Zusammenhang vor allem der sorglose Umgang mit sozialen Medien eine wesentliche
Vereinfachung bei der Identifizierung und Ausspähung von Angehörigen des Österreichischen Bundesheeres dar, wodurch Bedrohungen aus allen Gefährdungsbereichen.

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Dazu der Tipp der FGÖ-BHG: Gemäß VBL darf jeder Soldat selber entscheiden, ob er ab Verlassen der Kaserne das Namensschild abnimmt. Im VBL findet sich diesbezüglich keine weitere Regelung in Bezug auf Übungen außerhalb der Kaserne (z.B. TÜPL), bei öffentlichen Auftreten (z.B. Angelobungen) usw.. Sollte hier durch den Kdt befohlen werden, das Namensschild gegen den Willen des Soldaten zu tragen, wenden Sie sich an Ihren PV der AUF-AFH oder schreiben Sie uns.