20.11.2020

Flächendeckendes Sicherheitskonzept muss endlich her!

Jeder Bezirk in Österreich braucht seine zuständige Sicherheitsinsel!

(c) www.picabay.com

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Krisen, wie Pandemien und Terrorismus, sind mittlerweile ein bestimmender Bestandteil unseres Zusammenlebens geworden. Zudem warnen Experten schon seit einiger Zeit u.a vor den Gefahren eines „Blackout“, also eines, große Gebiete betreffenden, längerdauernden Stromausfalles. In solchen Katastrophenszenarien bilden die Streitkräfte einen wesentlichen Unterstützungsfaktor, da nur sie über entsprechende personelle und materielle Kapazitäten verfügen und eine entsprechende Durchhaltefähigkeit aufweisen. Die bereits in der schwarz-blauen Koalitionsregierung festgelegte Einrichtung von „Sicherheitsinseln“ stellt eine wesentliche Säule im Sicherheitskonzept für Staat und Bevölkerung dar. Mit den Bundesheerkasernen als Sicherheitsinseln sollen die "Blaulichtorganisationen" die Möglichkeit einer Versorgungsbasis erhalten, wo sie aufgefrischt, aufgetankt, verpflegt und betreut werden können. „Dieses Konzept der Sicherheitsinseln ist ein Schritt in die richtige Richtung“, so Manfred Haidinger, „aber derzeit sind nur 12 Kasernenstandorte als Sicherheitsinseln vorgesehen und bereits deren Ausbau dazu gestaltet sich nur schleppend.“ Gründe für die Verzögerungen sind in erster Linie die finanziellen Engpässe, mit denen das Bundesheer zu kämpfen hat. „Die Republik muss endlich bereit sein, mehr Geld für den Ausbau der Sicherheitsinseln in die Hand zu nehmen, schließlich geht es um den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung. Was wir brauchen, ist eine österreichweite Ausbreitung solcher Einrichtungen, die zwölf Kasernen dürfen nur der Beginn sein. Ziel wäre es, für jeden Bezirk eine solche Sicherheitsinsel als Versorgungsbasis zu schaffen“, so Haidinger. Die Bundesheergewerkschaft fordert daher die Erstellung eines flächendeckenden Sicherheitskonzeptes, ähnlich wie dies bereits im Rahmen der Umfassenden Landesverteidigung angedacht war. „Wir waren mit unserer Sicherheitsvorsorge schon einmal viel weiter, als wir es heute sind; wir sollten uns am Landesverteidigungsplan ein Beispiel nehmen, damals waren Schutzraumbau und Bevorratung verpflichtend vorgeschrieben, außerdem hatten wir in nahezu jedem Bezirk eine militärische Liegenschaft“, so ADir Manfred Haidinger.